Werner Pöttinger
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Namibia

Wie einst die Nomadenvölker Namibias reisen wir vom Caprivistreifen im Nordosten bis zum Oranje im Süden des Landes. Dabei präsentiert sich Namibia in einer Einzigartigkeit und Vielfalt, die ihresgleichen sucht im südlichen Afrika.

Caprivistreifen

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Angola, Botswana und Namibia haben sämtliche Hindernisse entfernt, um den Tieren wieder ihre alten Wanderrouten zu ermöglichen. Ich will herausfinden, ob und welche Tiere diesen Wanderweg benutzen. Wir erblicken Wildhunde, Rappenantilopen und schließlich eine kleine Elefantengruppe.

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Zu beiden Seiten des so genannten Okavango-Flaschenhalses wurden Schutzgebiete (Mahango Reserve und Bwabwata N.P.) eingerichtet. Dort sehen wir hoffentlich mehr Tiere als auf der Hauptstraße.

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Zunächst führen die Pisten durch dichtes Buschwerk, ehe man an das Ufer des Okavango gelangt. In Flussnähe halten sich die meisten Tiere auf, darunter auch die seltenen Rappenantilopen, jedoch entdecken wir keine einzige Raubkatze.

Shametu Lodge

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Shametu bedeutet Orangenbaum. Die Besitzer Gerber haben die Lodge nach diesem Baum benannt, in der Hoffnung, dass ihr Werk genauso Früchte trägt wie der Orangenbaum selbst, der auf der gegenüberliegenden Insel im Okavangofluss wächst.

Divava Village

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Emilie erwartet uns bereits. Alles ist vorbereitet und sie zeigt uns in den nächsten 1,5 Stunden die Zubereitung von drei Gerichten.

Hirsebrei

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Die Enkel zerstampfen als Erstes die Hirse zu Mehl. In einem Korb wird der zerstampften Hirse ein wenig Wasser beigemengt. Diese Masse wird in einen Topf gegeben, Wasser hinzugefügt und am Feuer langsam gekocht. Jetzt wird noch mehrmals Hirsemehl in kleinen Mengen dazu gegeben und solange verrührt, bis daraus ein fester Brei entsteht.

Mangetinussbrei

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Die Mangeti-Nüsse müssen zuerst mühevoll geöffnet und dann ebenfalls zerstampft werden. Unter Beimengung von Wasser entsteht daraus eine flüssige Masse. Diese wird am Feuer solange gekocht, bis der Nussbrei übrig bleibt und das Öl sich abgesondert hat. Das so gewonnene Öl wird für die Zubereitung anderer Speisen verwendet.

Beerenbrei

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Als letztes Gericht bereitet Emilie den Beerenbrei zu. Die roten Beeren liegen schon geraume Zeit im heißen Wasser. Das weicht sie auf. Nun zerdrückt sie die Beeren und knetet sie zu einer Masse. Die Kerne werden dabei geschickt mit den Fingern entfernt. Fertig ist der Beerenbrei.

Ethosa Pfanne

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Die Etosha-Pfanne ist eine riesige ausgetrocknete Senke. Immer mehr Touristen besuchen den komplett eingezäunten Park. Der größte ökologische Nachteil der Einzäunung ist die Tatsache, dass die angestammten und natürlichen Wanderrouten der Tiere unterbrochen wurden. Früher konnten die Tiere von der Westküste bis zum Okavangodelta wandern. Gemäß den Jahreszeiten und dem Stand der Vegetation fand so eine schonende und raumverteilte Nutzung der Pflanzenwelt statt.

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In Okaukuejo, am südlichen Tor des Etosha-Nationalparks übernachten wir am Campingplatz. Damit bietet sich uns auch die Gelegenheit das künstlich angelegte Wasserloch aufzusuchen. Angeblich kommen in der Nacht mehr Tiere zum Trinken als tagsüber. Jeder wartet geduldig und zugleich gespannt, bis es dunkel wird.

nashorn

Ein Spitzmaulnashorn. Zum ersten Mal sehen wir einen dieser Kolosse.

 

Wenig später kommt es zu einer ungewöhnlichen Begegnung.

elefant mit nashorn

                                                                                                                     Elefanten dulden normalerweise keine anderen Tiere am Wasser, aber beim Nashorn scheinen sie schon mal eine Ausnahme zu machen. Aus welchem Grund auch immer. Gemeinsam, in einem entsprechenden Sicherheitsabstand, löschen sie ihren Durst.

San - Buschleute

Im Ansehen der Volksgruppen Namibias stehen die Buschmänner leider auf der untersten Stufe der Hierarchie. Diesem Volk wurde nach und nach der Lebensraum genommen. Im März 1989 gründeten einige Farmer in der Region Tsumeb die Ombili-Stiftung. Klaus Mais-Rische nahm 1990 400 in Existenznot geratene Buschleute auf. Er verstand es die nötige Mischung aus Autorität und Zuneigung anzuwenden, sodass sie seine Führung akzeptierten. Nach und nach lehrte er sie den Anbau von essbarem Gemüse. Ihre ursprüngliche Buschmannskunst ist erhalten geblieben und verschafft den Buschleuten heute eine zusätzliche Einnahmequelle bei den Touristen. Mit dem Geld der Investoren hat die Stiftung eine Schule und einen Kindergarten gebaut. Diese ermöglicht den Kindern eine gute Ausbildung und bessere Chancen für die Zukunft. Dank der Ombili-Stiftung haben die Buschleute ein neues Zuhause bekommen und können ihre Traditionen ausüben und an die Kinder weitergeben − wie z.B. die „4 Klicklaute“ ihrer Sprache oder das traditionelle Feuermachen.

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Reifenwechsel

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In Outjo müssen wir endlich die Reifen reparieren lassen. Noch einen Platten können wir uns nicht mehr leisten. Es sind bereits beide Reservereifen in Verwendung. Ein Dorn, eine abgebrochene Schraube und zwei bereits geflickte, aber undichte Stellen waren diesmal die Übeltäter. In rund 2 Stunden waren sie alle geflickt und wieder einsatzbereit.

Versteinerter Wald

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Dieser Ort ist von zwei Farmern entdeckt worden, die in den Jahren um 1940 hier gelebt haben. Im Umkreis von mehr als 20 km wurden die Bäume gefunden, aber die größten befinden sich hier. Diese Bäume sind nicht in Namibia, sondern in Zentralafrika gewachsen. Was ist damals passiert? Eine riesige Flutkatastrophe hat am Ende der vielen Eiszeiten des Kontinents Godwana die Bäume in diese Gegend geschwemmt. Schlamm- und Sandlawinen haben die Stämme luftdicht unter sich begraben. Durch den enormen Druck des Materials führten verschiedene Mineralien, wie Eisenoxyd, Mangan und Kieselsäure zur Versteinerung. Die Erosion hat im Laufe der Jahre einige Stämme freigelegt. Wir machen keine Ausgrabungen. Das erledigt die Natur für uns. Bei diesem Stamm sind nur die ersten 10 Meter sichtbar und der Durchmesser beträgt 1,4 Meter. Durch die unterschiedlichen Temperaturen sind die Bäume an einigen Stellen zerbrochen. Die Astlöcher, die Rinde, die Jahresringe. Alles ist erkennbar – und das rund 280 Millionen Jahre, nachdem sich die Katastrophe ereignet hat.

Twyfelfontein

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Die Quelle Twyfelfontein versiegt immer wieder, weil in dieser Gegend kaum bis gar kein Niederschlag fällt. Dennoch hat im Jahr 1947 ein weißer Farmer namens Levin eine Farm erbaut und sie nach dieser spärlich fließenden Quelle benannt. 1964 musste er die Farm an den Staat verkaufen, damit das Homeland Damara errichtet werden konnte. Heute stehen nur noch ein paar Ruinen dieser Farm. Die Felsbilder und Felsgravuren von Twyfelfontein gehören zu den reichsten Funden in Namibia und sind seit 2007 als UNESCO-Welterbe anerkannt. Das Alter der Gravuren reicht von 24.000 Jahren vor Christus bis in unsere Zeit. Mehrheitlich lassen sie sich in folgende Motivgruppen aufteilen: Tier-, Fährten-, Jagd- und abstrakte Darstellungen.

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Wüstenelefanten

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Touristen kommen in Scharen zu den Felsgravuren, aber ab und zu schauen auch Tiere vorbei und hinterlassen ihre Spuren. Wüstenelefanten, z.B. Sie halten sich gerade am Huabfluss auf. Nur ein paar Kilometer von Twyfelfontein entfernt. Wir kommen wirklich nah an die Elefanten heran. Dennoch halten wir immer einen entsprechenden Sicherheitsabstand. So weit wie manche Fahrzeuglenker zu den Tieren hinfahren, das finden wir leichtsinnig.

Cape Cross

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Das Meer am Kreuzkap ist rauh, stürmisch, kalt, aber sehr fischreich. Etwa 250.000 Seebären, allgemein als Pelzrobbe, manchmal auch als Ohrenrobbe oder Seelöwe bezeichnet, leben hier. Der Gestank ist kaum auszuhalten. Je länger man dort verweilt, desto weniger stört einem der üble Geruch; ob man sich gänzlich daran gewöhnt, wage ich zu bezweifeln.

Windhoek

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Die Haupstadt Namibias erinnert eher an ein deutsches Provinzstädtchen als an eine afrikanische Metropole. Seit einigen Jahren findet allerdings ein deutlicher Wandel statt. Es entsteht kontinuierlich ein interessanter Mix aus europäischen und afrikanischen Einflüssen, der die Offenheit der Menschen aller Hautfarben und Kulturen mit einschließt.

Mit der Errichtung der Alten Feste wurde der Grundstein für die Stadt gelegt. Danach ist Windhoek stetig gewachsen, bis es das heutige Ausmaß erreicht hat. Sam Nujoma, der erste Präsident nach der Unabhängigkeit, steht mit der Verfassung in der Hand vor dem Eingang des umstrittenen Museums. Die Eröffnung fand am 24. und nicht wie geplant am 20. Jahrestag der Unabhängigkeit Namibias statt. Unumstritten ist der einmalige Blick von der Aussichtsterrasse des Museums auf die Stadt.

Düsternbrook

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Wenige Kilometer nördlich von Windhoek liegt die Farm Düsternbrook. Bisher haben wir in Namibia noch keinen Geparden und auch keinen Leoparden in freier Wildbahn gesehen. Viele Farmer haben diese Raubkatzen, weil sie Angst um ihr Weidevieh hatten, einfach getötet. Das dürfen sie heute nicht mehr. Was tun sie? Sie fangen sie ein und zeigen sie den Touristen. Kein Wunder also, dass man die beiden Raubkatzen kaum noch in freier Wildbahn sieht. Mit einer Fleischschüssel geht es zuerst zu den Geparden. Die Tiere wirken sehr vertraut, für einen Extrahappen kommen sie sogar bis zum Auto. Der Leopard hingegen wird auf Distanz gehalten. Das Futter wird vorher auf einem Baum aufgelegt. In 5 Metern Abstand warten wir, bis die geschmeidige Katze sich nähert.

Sesriem Canyon

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Der Tsauchab hat den Sesriem Canyon im Laufe der Zeit bis zu 30m tief in die namibische Wüste gegraben. Der schmale Canyon mit seinen steilen Felswänden bietet viel Schatten, das in dieser Gegend nicht selbstverständlich ist. Nur wenn es viel regnet, befindet sich Wasser in der Schlucht und im Winter sind selbst die wenigen, von der Regenzeit übrig gebliebenen Wasserstellen ausgetrocknet. Der Name heißt aus dem Afrikaans übersetzt „Sechs Riemen". Damals musste man sechs Riemen aneinander knüpfen, um beim Wasserholen bis an das Wasser zu gelangen.

Sossusvlei

Mit dem Sonnenaufgang geht es los. Nichts und niemand kann sie aufhalten, die Touristen. Alle wollen so schnell wie möglich zu den Dünen. Düne 45 ist für viele das erste Ziel. Das beliebte Fotomotiv wird auch von den meisten Besuchern bestiegen. Am frühen Vormittag ist es noch nicht so heiß und der herrliche Ausblick entschädigt für die Anstrengung.

Namib bedeutet so viel wie „leerer Platz“ oder „Ort, an dem nichts ist“. Dennoch bietet diese scheinbare Leere den Besuchern ein riesiges, faszinierendes Sandmeer, mit den höchsten Dünen der Welt. Die Sandberge erheben sich wie ein Amphitheater und kesseln große Salzpfannen, auch Vlei genannt, ein. Der Name Sossus Vlei setzt sich aus den beiden Wörtern – Sossus – das bedeutet blinder Fluss – und Vlei – das bedeutet salzige Lehmpfanne – zusammen. Etwa alle zehn Jahre, nur nach heftigen Regenfällen passiert es: ein See bildet sich im Vlei von Sossus.

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Aus

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Aus heißt unsere nächste Station. Auch die Eisenbahn macht hier Halt. Es existiert alles: die Geleise, ein Bahnhof mit dem dazugehörigen Hotel, die Verkehrszeichen, einfach alles, nur Zug gibt es keinen, obwohl es angeblich doch einen gibt. Wir haben in den beiden Tagen jedenfalls keinen gesehen.

Lüderitz

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Die Geleise enden erst in Lüderitz. Das sind noch 123 km. 2017, also in diesem Jahr, sollte die Bahn offiziell eröffnet werden, aber mittlerweile wurde diese Eröffnung verschoben, nicht um ein paar Tage oder Monate, sondern zur Sicherheit gleich um drei Jahre, auf 2020. Dann soll der Zug endlich bis Lüderitz fahren, allerdings nur die Güterbeförderung und nicht der Personenverkehr. Wenn man sieht, wie die Dünen bzw. der Sand die Schienen immer wieder verlegt, dann kommen einem Zweifel, ob im Jahr 2020 die Strecke tatsächlich eröffnet wird.

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Übrigens, den einzigen Zug sehen wir in Lüderitz. Zug stimmt nicht ganz. Es ist ein Wagon, der vor sich hinrostet. Fährt tatsächlich einmal ein Zug, Lüderitz ist bestens gerüstet. Die Geleise und der Bahnhof präsentieren sich in einem perfekten Zustand, genauso wie die Stadt selbst. Wir haben schon befürchtet, dass der Nebel wie in Swakopmund und in Walvis Bay den Himmel verdeckt, aber Lüderitz zeigt sich von der sonnigsten Seite. Dabei hat es die Stadt nie leicht gehabt. Das größte Problem war und ist die Wasserversorgung. Es gibt in ganz Lüderitz und Umgebung kein Trinkwasser. Dieses wurde immer schon per Schiff aus Kapstadt angeliefert.

Kolmannskuppe

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Das Diamantenfieber in der Namib hat mit der Verbreitung einer Fundanzeige in Swakopmund von August Stauch, dem Oberbahnmeister von Grasplatz, begonnen. Dieser Bahnhof liegt 15 km von Lüderitz entfernt im Landesinneren. Stauch hatte dort eine 10 km lange Bahnstrecke zu beaufsichtigen. Seine Hauptaufgabe bestand darin, die Geleise der Bahn vom Sand freizuhalten. Denn in Grasplatz gibt es kein Gras, sondern nur ein Dünenmeer. Stauch fing an Steine zu sammeln, die ihm seine Arbeiter brachten. Eines Tages war ein Diamant darunter. Stauch ließ diesen Stein untersuchen und seine Annahme wurde bestätigt.

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Es ist kaum zu glauben, dass das Meiste, was man heute noch von der ehemaligen Diamantenstadt Kolmannskuppe sehen kann, innerhalb von zwei Jahren zwischen 1908 und 1910 aus dem Boden gestampft wurde. Die Kolmannskupper hatten für damalige Verhältnisse einen bescheidenen Wohlstand erreicht. Das Wohnhaus des Ladenpächters veranschaulicht diesen. Es wurde restauriert und mit Originalmöbeln der damaligen Zeit ausgestattet. Das Kasino ist heute noch der Prunkbau. Neben zwei Speisesälen, einer großzügigen Bar, einer Lesehalle, zwei Klubzimmern und einer voll eingerichteten Bühne gibt es noch einen Turn- und einen Festsaal. Im Kellergeschoß befindet sich die Kegelbahn, wo Besucher heute noch kegeln dürfen. Zudem haben noch eine Schule, ein Lazarett mit Operationssaal und eine Entbindungsstation existiert. Zwei Ärzte waren für die Gesundheit und die Krankenpflege der Bewohner zuständig. Man hat also recht gut in Kolmannskuppe gelebt. Aber warum ist diese blühende Stadt der Wüste überlassen worden? Die Antwort findet man in der Geschichte der Diamantenindustrie. 1936 ist Oranjemund in Betrieb gegangen und dies war der Untergang für Kolmannskuppe. 1956 wurde die Stadt endgültig aufgegeben.

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Fish River Canyon

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Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Fish River Canyon. Dieser ist nach dem Grand Canyon der zweitgrößte Canyon der Welt. Er beginnt im Norden bei Seeheim und endet nach rund 160 km im Süden bei AiAis. Wenn man heute auf den Fish River hinabschaut, glaubt man nicht, dass er die Kraft gehabt hat, eine so große Erosionsleistung zu vollbringen. In der Tat fließt der Fluss nur langsam. In der Trockenzeit sieht man oft nur vereinzelte Tümpel. Der Großteil des Wassers wird aufgestaut und für Bewässerungen verwendet. Trotzdem vermag der Hardtap-Damm in regenreichen Jahren seine Wassermassen nicht zu halten. 1988 wurde Ai Ais vom Fish River zur Gänze überflutet.

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Den Canyon zu durchwandern ist eine Herausforderung. Man muss alles mitnehmen: Verpflegung, Schlafsack und vor allem Wasser. Unterwegs gibt es keine Unterkünfte, sanitären Einrichtungen oder Einkaufsmöglichkeiten. Mit einer Genehmigung für mindestens 3 Personen und einem ärztlichen Attest, dass man fit ist, steht der mehrtägigen Wanderung nichts mehr im Wege.

Köcherwald

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Auf der Farm Gariganus befindet sich das Quivertree Forest Restcamp. Die Gästehäuser sehen wie UFOs aus. Der Besitzer erzählt uns, dass er die Halbschalen von der Eisenbahngesellschaft gekauft hat. Sie wurden in Südafrika hergestellt und haben den Bahnarbeitern beim Bau der Eisenbahn als Unterkünfte gedient. Den Sockel hat er selbst aufgemauert. Damit gewann er an Höhe und die Unterkünfte wirken innen geräumiger.

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Zur Farm gehört auch der Köcherwald. Die richtige Bezeichnung wäre „Aloe-Sukkulenten“, aber jeder sagt Köcherbaum. Der Name wird von den Buschmännern abgeleitet, weil diese Köcher für ihre Pfeile daraus herstellen.

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ENDE NAMIBIA

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